Hamburg hat Platz

Der Aktionskreis Hamburg hat Platz fordert in einer Petition, dass Hamburg 1000 Geflüchtete aus Griechenland aufnimmt. Die Kampagne wird unterstützt vom Bündnis Hamburger Flüchtlings Initiativen, dem Flüchtlingsrat, Ottenser Gespräche zu Flucht und Migration, Griechenland Soli-Gruppe, der AG Kirchliche Flüchtlingsarbeit und zahlreichen weiteren Organisationen, Gruppen, Initiativen, Vereine und Bündnissen.

Insgesamt wurden rund 4600 Unterschriften von Privatpersonen sowie von 35 Organisationen, Vereinen, Gruppen und Bündnissen gesammelt. Am Mittwoch, den 08.11.2017 wurde die Petition dem Senat übergeben. Anwesend waren unter anderem Christiane Schneider von der Linken-Bürgerschaftsfraktion, Bürgerschaftsabgeordneten Hendrikje Blandow-Schlegel (SPD) und Carola Ensslen (Die Linke).

Der Aktionskreis gehört zu der Bewegung der solidarity cities, deren Ziel Städte sind, aus der keine Menschen abgeschoben werden und in der alle, unabhängig von Aufenthaltsstatus und Einkommen, die gleichen Rechte und Zugänge zu öffentlicher Versorgung haben. Egal wie alt sie sind, wo sie geboren wurden, wie sie heißen, welche Sprache(n) sie sprechen, welches Geschlecht sie haben oder wie sie aussehen.

Mit der Petition fordert das Bündnis den Senat und die Bürgerschaft auf zu beschließen, dass Hamburg sich bereit erklärt, zunächst umgehend 1000 Flüchtlinge aus Griechenland aufzunehmen, die Transportkosten zu tragen und von der Bundesregierung die Einreisegenehmigungen zu erwirken. Gleichzeitig sind auf schnellstem Wege die wohnungsbaupolitischen Voraussetzungen zu schaffen, um alle Neubürger*innen in regulären Wohnungen unterzubringen. Hier geht es zur Petition.


Am 25. Juli 2017 fand die vom Aktionskreis Hamburg hat Platz organisierte Veranstaltung ‘Geht Europa auch solidarisch?’ statt. Eine Diskussion über Alternativen zur europäischen Flüchtlingspolitik mit:

Prof. Gesine Schwan, Präsidentin und Mit-Begründerin der HUMBOLDT-VIADRINA Governance Platform gGmbH
Andreas Lipsch, Vorsitzender von PRO ASYL und Interkultureller Beauftragter der Ev. Kirche in Hessen und Nassau
Johanna Bussemer, Leiterin des Referats Europa im Zentrum für internationalen Dialog und Zusammenarbeit, Rosa-Luxemburg-Stiftung
Helene Heuser, Koordinatorin der Refugee Law Clinic, Uni Hamburg, Fakulät für Rechtswissenschaften

Hier können Sie sich die Veranstaltung ansehen.