Veranstaltung

Hamburg, die ehemalige europäische Umwelthauptstadt 2011, gehört in Deutschland zu den Städten, die am meisten Kohle verbrennen. Derzeit werden hier in drei Kraftwerken noch 60 Prozent der Fernwärme aus Steinkohle erzeugt. 85 Prozent des in Hamburg produzierten Stroms entsteht ebenfalls aus Kohle. Kohlekraftwerke sind die klimaschädlichste und dreckigste Form der Energieerzeugung. Kohlekraftwerke stoßen hohe Mengen gesundheitsschädlicher Stoffe wie Quecksilber oder Stickoxide aus und sind einer der größten Verursacher des weltweiten Klimawandels. Der Import von Steinkohle ist zudem mit massiven Menschenrechtsverletzungen in den Herkunftsländern, wie etwa Kolumbien oder Russland, verbunden.Deswegen sammelt derzeit ein Bündnis aus mehr als 40 Initiativen und Organisationen Unterschriften für die Volksinitiative „Tschüss Kohle“. Ohne eine grundlegende Wende bei der Strom- und Wärmeerzeugung wird die Hansestadt das im Hamburger Klimaplan fixierte Ziel verfehlen, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2030 um 50 Prozent zu reduzieren. Wie diese Wende aussehen muss und welche Chancen sie für die Stadt Hamburg und ihre Bürgerinnen und Bürger bietet wollen wir gemeinsam mit der Expertin Frau Prof. Claudia Kemfert diskutieren.

Ort
GLS Bank, Düsternstraße 10 , Hamburg

Kosten
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Veranstalter
Zentrum für Mission und Ökumene – Nordkirche weltweit
Volksinitiative „Tschüss Kohle“

Anmeldung
Weitere Informationen: Ulrike Eder, Infostelle Klimagerechtigkeit im Zentrum für Mission und Ökumene und Vertrauensperson der Volksinitiative Tschüss Kohle, 040 88181-211, u.eder@nordkirche-weltweit.de

Mitwirkende
Prof. Dr. Claudia Kemfert leitet die Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung e. V. (DIW) in Berlin. Sie ist außerdem Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der privaten Universität, der Hertie School of Governance, in Berlin. Von 2004 bis 2009 hatte sie die Professur für Umweltökonomie an der Humboldt-Universität inne. Sie ist außerdem Mitglied im Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung.